Links

Diese kommentierte Linkliste wird fortlaufend erweitert. Mehr Hintergrundinformationen findet ihr auf dem YouTube-Channel von Rassismus tötet!

Europäisches Grenzregime

Migreurope, ein Netzwerk aus Forscher_innen und NGOs, bietet eine Menge Fakten zum Thema, z.B. eine Kritische Chronologie der EU-Migrationspolitik und die “Lagerkarte”, die die Haftanstalten für Migrant_innen in und um die EU zeigt.

FRONTEXplode bietet grundlegende Informationen zur EU-Grenzschutzagentur FRONTEX, die an den EU-Außengrenzen aufrüstet.

Das No Border Network hat eine weitere Karte erstellt, die nicht nur Migrationsrouten und Orte von FRONTEX-Einsätzen, sondern auch Orte und Initiativen des Widerstands zeigt: Vorder- und Rückseite der Karte.

Pro Asyl stellt Berichte über die Lage von illegalisierten Migrant_innen in den einzelnen EU-Staaten und zur Flüchtlingspolitik der EU zur Verfügung.

Illegalisierung

Die Gesellschaft für Legalisierung veröffentlichte Texte, die u.a. erklären was Illegalisierung bedeutet und wie Gewerkschaften damit umgehen (sollten).

Migration in Deutschland

Der periodoisch wiederkehrenden Stimmungsmache mit der Rede vom bedrohlichen Zuwanderungsstrom setzt Pro Asyl Zahlen und Fakten entgegen.

Mit der Geschichte der Migration in Deutschland, insbesondere der Geschichte der “Gastarbeiter” und ihrer Kinder beschäftigt sich diese Radiosendung des Dschungelfunk mit zahlreichen O-Tönen. Ein Text von Kanak Attak erläutert die öknomische Bewandnis (deutscher) Migrationspolitik. Ein Kurzüberblick zum Thema findet sich hier.

Eine tägliche Presseschau zu Themen rund um Migration und Rassismus bietet das MiGAZIN.

Abschiebung und rassistische Sondergesetze in Deutschland

Grundlegende Informationen zu Asyl und Asylrecht in Deutschland und Eurpopa gibt es bei Pro Asyl.

Zu den rassistischen Sondergesetzen für Asylsuchende in Dtl. gehört die Residenzpflicht, gegen die Betroffenen seit ihrer Einführung kämpfen und welche es ihnen verbietet eine zugewiesene Region zu verlassen. Einführung und Volltext des Reports “Keine Bewegung! Die ‚Residenzpflicht‘ für Flüchtlinge – Bestandsaufnahme und Kritik” von 2009 auf Residenzpflicht.info

Illegalisierte – also Menschen ohne europäische Papiere oder Aufenthaltsgenehmigung – werden vom Staat wenn möglich in ihre tatsächlichen oder mutmaßlichen Herkunftsländer abgeschoben. Dies betriftt auch Leute, die dort von Verfolgung bedroht sind, sowie in Deutschland geborene Kinder und Jugendliche. Umfassende Informationen zu Abscheibehaft und Abschiebungen gibt es bei der Initiative gegen Abscheibehaft.

Wie prekär der Aufenthalt in Deutschland für Migrant_innen noch nach Jahrzehnten sein kann und wie deutsche Behörden ihnen das Leben schwer machen zeigt eine WDR-Reportage.

Die Antirassistische Initiavive e.V. dokumentiert seit 1993 die oft tödlichen Folgen der deutschen Flüchtlingspolitik anhand von Einzelfällen.

Integrationsdebatte

Hier einige Texte, die darstellen, wie Integrationsdiskurse und -maßnahmen dem selektiven Ein- und Ausschluss von Menschen und deren Disziplinierung dienen

Manuela Bojadžijev über die Entstehung des Integrations-Dispositivs

Das Recht nicht dermaßen integriert zu werden, Kien Nghi Ha/Markus Schmitz

Ambivalente Integration von Serhat Karakayalı

Antiromaismus

Über die Situation von Roma in Europa und im faschistischen Ungarn, scheinheilige Menschenfreunde und warum es Antiromaismus (und nicht Antiziganismus) heißt: Die erste Ausgabe der Zeitschrift “Der Paria”.

Kolonialismus

Geschichte und Verbrechen des deutschen Kolonialismus werden bis heute meist unter den Teppich gekehrt, eine Wiedergutmachung fand und findet nicht statt. Davon zeugt diese wahnwitzige Erklärung der Bundesregierung.

Dem steht das Engagement von Projekten wie Freiburg postkolonial und Berlin postkolonial gegenüber, auf deren Seiten eine Fülle von Quellen, Dokumenten und Analysen zur Verfügung steht und die sich der Aufarbeitung der Kolonialgeschichte, sowie der Kritik von Kontinuitäten widmen.

TheVOICE Refugee Forum hat die Kontinuitäten kolonialer Unterdrückung im deutschen Asylregime herausgearbeitet.

Empfohlen sei an dieser Stelle noch eine Einordnung des militärischen und wirtschaftlichen Kolonialismus in die Geschichte des deutschen Nationalismus, sowie eine Einführung in die Thematik zum Hören.

Rassistische Gewalt

Die Amadeu-Antonio-Stiftung führt eine Chronik der – meist nicht als solche anerkannten – Todesopfer rechter und rassitischer Gewalt seit 1990.

Aktuelle Berichterstattung und Recherche zum NSU-Komplex, seiner Aufarbeitung durch Gericht und Untersuchungsausschüsse, sowie die anhaltenden Versäumnisse gibt es auf dem Blog NSU-watch.

90er

Die antfaschistische Zeitschrift Lotta zum nationalistischen und rassistischen Aufruhr Anfang der 90er.

Vor zehn Jahren schrieb Hatice Akyün im Spiegel über den Ort Solingen, den Anschlag, die Täter und die Opfer.

Weitere symbolträchtige Ereignisse dieser Zeit waren die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda. Ein Interview mit zwei Geflüchteten, die im Wohnheim Hoyerwerda lebten, als es im September 1991 zum Ziel des ersten Nachwendepogroms wurde.

Alltagsrassismus

Standpunkte gegen Stammtische liefert eine Broschüre der Antirassitischen Initiative und der Gruppe Soziale Kämpfe.

Der Blog der Initative Schwarzer Menschen in Deutschland(ISD) nimmt Stellung zu Alttagsrassismus in Deutschland und aktuellen Debatten. Ebenso der media watch blog des Braunen Mob.

Warum Rassismus als racial profiling bei der Bundespolizei systemimmanent ist erklärt dieser Artikel.

Reach Out Berlin dokumentiert rassitische, antisemitische und homophobe Übergriffe in Berlin und unterstützt die Opfer.

Widerstand

No Deportation hilft den Widerstand gegen Abschiebungen aus Deutschland zu organisieren.

Kanak Attak erzählt vom “Gastarbeiter”-Streik bei Ford.

Bilder und Berichte im Umbruch Bildarchiv:

- 2000: Geflüchtete aus dem ehemaligen Jugoslawien protestieren gegen das deutsche Asylsystem

- 2002: Demonstration zum Gedenken an den in Polizeigewahrsam getöteten Oury Jalloh

- 2005: Europaweiter Aktionstag gegen Lager

2012 begann mit Streikzelten in vielen Städten und mit dem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin eine neue Etappe des Widerstands der Geflüchteten. Die erste Erklärung des Berliner Streikzelts fasst die dabei formulierten Forderungen zusammen. Der Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 23.03 2013 erläutert die drei Hauptforderungen.