Kalender

Dieser Kalender zeigt eigene Aktionen und Veranstaltungen der Kampagne, sowie von uns unterstützte und empfohlene Termine.

Ihr könnt auch weitere Termine zur Veröffentlichung an uns schicken!

 

Apr 14 So
BERLIN: Hotel Sahara (Film)
19:00

Hotel Sahara (2008)

Die Filmemacherin Bettina Haasen porträtiert Menschen, die auf ihrer Reise nach Europa freiwillig oder unfreiwillig Zwischenstopp in Mauretanien machen. Der Film zeigt die unterschiedlichen Motive der Protagonist_innen für ihre Reise nach Europa, aber auch Gründe, die Fahrt übers Mittelmeer nicht anzutreten. Ein Fischer, der ohne offizielle Papiere nach Mauretanien gekommen ist und sich entschieden hat, nicht nach Europa überzusetzen drückt es so aus: „Hier habe ich keine Papiere und bin frei. In Europa bin ich ohne Papiere und unfrei.“ Hotel Sahara gelingt es, das Sterben an den Außengrenzen Europas zu zeigen, die Härte der Reise und den Schmerz über die Trennung von Freund_innen und Verwandten zu zeigen, ohne Migrant_innen zu Opfern zu machen.

NFJ-Laden// Weichselstraße 13// 12045 Berlin// nahe U-Bahn Hermannplatz// M29 Fuldastraße

Teil der NFJ-Filmreihe zum 20. Jahrestag der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

Apr 21 So
BERLIN: Revision (Film)
19:00

Revision thematisiert das europäische Grenzregime und schlägt dabei einen Bogen in die Zeit kurz vor der Abschaffung des Asylrechts. In einem kleinen mecklenburgischen Dorf wurden 1992 die beiden Roma Grigore Velcu und Eudache Calderar von zwei Jägern erschossen. Sie hatten kurz zuvor die Oder, damals EU-Außengrenze, überquert. Die Täter wurden 1999 freigesprochen, die Hinterbliebenen der Opfer wurden nie informiert, sie spielten keine Rolle im Verfahren. Der Regisseur Phillip Scheffner und Merle Kröger rekonstruieren die Tat, die völlig unzureichenden Ermittlungen und die Verbindung von staatlichem Rassismus und dem Handeln der deutschen „Menschenjäger“.

21. April 2013// 19.00 Uhr// NFJ-Laden// Weichselstraße 13// 12045 Berlin// nahe U-Bahn Hermannplatz// M29 Fuldastraße

Teil der NFJ-Filmreihe zum 20. Jahrestag der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

Mai 5 So
BERLIN: Residenzpflicht (Film)
19:00

Die Residenzpflicht wurde 1982 eingeführt. Asylbewerber_innen und Geduldete dürfen seitdem den ihnen zugewiesenen Landkreis nicht verlassen. Gruppen wie die Flüchtlingsinitative Brandenburg und The Voice haben die Residenzpflicht jahrzehntelang skandalisiert. In dem Film der Regisseurin Denise Garcia Bergt treten Protagonist_innen des Kampfes vor die Kamera. Der Film ist aber nicht nur das Portrait einer politischen Bewegung. Beiläufig beschreiben Aktivist_innen wie Eben Chu, Osaran Igbinoba und Yufany Mbolo die kolonialen Wurzeln der Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Schwarzen und erklären, warum das Asylrecht nicht für Afrikaner_innen gedacht war. Florence Sissako gelingt es auf atemberaubende Weise die absurde Komik hinter den Schikanen einer auf Diskriminierung ausgerichteten Bürokratie zu beschreiben.

5. Mai 2013// 19.00 Uhr// NFJ-Laden// Weichselstraße 13// 12045 Berlin// nahe U-Bahn Hermannplatz// M29 Fuldastraße

Mai 12 So
BERLIN: Abschiebung im Morgengrauen (Doku)
19:00

Michael Richer zeigt den Alltag in der Hamburger Ausländerbehörde in der Abteilung für „Rückführungsangelegenheiten“. Mitten in der Nacht wird eine Familie, die seit 15 Jahren in Deutschland lebt, aus den Betten gerissen und ins Kosovo abgeschoben. Ein Mann, der seine Duldung verlängern lassen will, wird wie ein Schwerverbrecher durchsucht und mit der sofortigen Abschiebung überrascht. Ein beiläufiger Schwenk auf den Monitor des Sachbearbeiters zeigt einen Bildschirmschoner mit dem Text: „Wir buchen, Sie fluchen… – Reisebüro Never-come-back-Airlines“. Neben dem Zynismus der Sachbearbeiter_innen beschreibt der Film präzise das Selbstbild der Angestellten der Ausländerbehörde. Überraschender Weise fühlen sie sich als Opfer und meinen, dass ihre Arbeit zu wenig anerkannt werde.

12. Mai 2013// 19.00 Uhr// NFJ-Laden// Weichselstraße 13// 12045 Berlin// nahe U-Bahn Hermannplatz// M29 Fuldastraße

Mai 26 So
BERLIN: Wadim (Film)
21:30

Carsten Rau und Hauke Wendler dokumentieren den Suzid von Wadim. Der Jugendliche wuchs in Hamburg auf, an seinem 18. Geburtstag wurde er nach Lettland abgeschoben. Mit zehn Euro in der Tasche kam er in ein Land dessen Sprache er nicht spricht, in dem er niemanden kannte und in dem er als Kind von russischen Eltern diskriminiert wurde. Nach dem Versuch in Riga Fuß zu fassen, reiste er auf der Suche nach einem Lebensort illegal nach Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich und nach Belgien. Er wurde erneut abgeschoben. Nach einem „illegalen“ Besuch bei Freund_innen in Hamburg nahm sich Wadim 2010 aus Verzweiflung im Alter von 23 Jahren das Leben.

26. Mai 2013// 19.00 Uhr// NFJ-Laden// Weichselstraße 13// 12045 Berlin// nahe U-Bahn Hermannplatz// M29 Fuldastraße